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Gebäudehülle - Dach

Das Dach schützt das Haus nicht nur vor Umwelteinflüssen, sondern prägt auch sehr stark sein Erscheinungsbild

  Dach


1. Allgemeines, Dachform, Ausführung


Dachausbildung mit Krüppelwalm und GaubeBei der Festlegung der Firstrichtung sollte auf die Himmelsrichtung und folgend eine mögliche Nutzung der Sonnenenergie bedacht werden, auch wenn man Solarenergie erst in Zukunft nützen könnte. Eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche mit einer Neigung von 30 - 50° ist für die Ausnutzung von Solarzellen optimal.

SatteldachFür das Erscheinungsbild des ganzen Hauses ist die Dachform entscheidend. Satteldach, Pultdach und Flachdach sind möglich. Außerdem kann das Satteldach mit verschiedenen Sonderformen (Gauben, Schopf, Walm oder Krüppel) ausgeführt werden.

Sehr wichtig ist eine winddichte Ausführung des Daches, Stöße von Folien müssen also verklebt werden. Alle Dach- und Wanddurchbrechungen sollten sorgfältig abgedichtet werden. Dachkonstruktionen bei Ein- und Zweifamilienhäusern müssen der Brandwiderstandsklasse F30 entsprechen.



2. Dämmung


Vollflächendämmung über den Sparren

Hier wird die Dämmung vollflächig bis zur Zangendecke bzw. bis zum Giebel aufgebracht. Achten Sie auch auf die Brandschutzbestimmungen. Kontralattung und Lattung werden über der Dämmung aufgebracht. Durch die einfache Konstruktion ist ein hoher Anteil von Eigenleistung möglich.

Dämmung zwischen den Sparren mit zusätzlicher Hinterlüftungsebene

Wird auf die Rauschalung eine Dampfbremse bzw. Bitumenbahn aufgebracht, so muss eine zweite Hinterlüftungsebene geschaffen werden, die mindestens 4 cm beträgt. Dies ist nötig um allfällige Feuchtigkeit durch einen Luftstrom abzutransportieren. Für ausreichende Dämmwerte bedarf es einer Dämmstärke von mindestens 20 cm, darum muss auch der Sparren aufgedoppelt werden.

Vollsparrendämmung

Bei dieser Variante wird die volle Sparrenstärke für die Wärmedämmung verwendet. Um eine zweite Hinterlüftungsebene zu vermeiden, wird über die Rauschalung eine diffusionsoffene Folie aufgebracht, die das hinausdiffundieren von Wasserdampf ermöglicht aber das Eindringen von Wasser oder Schnee verhindert.

Querdämmung auf der Innenseite der Sparren

Anstelle der Aufdopplung der Sparren kann auch unter den Sparren eine Querdämmung angebracht werden. Die genaue Ausführung ist vom jeweiligen Dämmmaterial abhängig. Eine Dämmstärke von 24 cm sollte jedoch nicht überschritten werden.



3. Berechnungsbeispiel


Wandaufbau

1,25 cm Fermacell
    2,40 cm   Holzschalung
    18,00 cm   Zellulosefaser zw. Sparren (12/18cm, Achsabstand 85 cm)
    3,50 cm   Holzweichfaser-Pavatex Isolair Latex

Ergebnis

U-Wert 0,18 W/m²K
    Phasenverschiebung   10,7 h
 


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