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Gebäudehülle - Keller

Der Keller legt den Grundstein für weitere Bauarbeiten und sollte deshalb sorgfältig ausgeführt werden.

  Keller


1. Erdarbeiten


Die Erdarbeiten sind der Beginn der meisten Bauarbeiten. Wenn hier Fehler passieren, können sich diese auf das ganze Haus nachteilig auswirken.

Vor den Bauarbeiten sollten Sie sich über die Bodenbeschaffenheit des Baugrundes informieren. Die Bodenklasse (Klasse 1 bis 7) ist dabei für den Arbeitsraum bzw. Baugrubenböschung und für ev. weitere Maßnahmen ausschlaggebend. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich in der Baugrube kein Grundwasser befindet. Auf jeden Fall sollte unter der Sohle eine Drainage in Form einer 30 cm Schotteraufschüttung eingeplant werden.



2. Versorgungsleitungen


Bevor mit den Fundamenten begonnen werden kann, müssen die Rohrgänge aller Ent- und Versorgungsleitungen verlegt werden. Und zwar in ausreichenden Dimensionen. Dabei kann es sich um Stromleitungen, Telefonkabel, TV-Kabel, Kanal- und Abwasserleitungen sowie Trink- und Nutzwasserleitungen handeln.



3. Fundament


Jedes Bauwerk braucht ein Fundament. Das Fundament ist nötig, um die Gebäudelasten auf den Untergrund zu verteilen und um das Haus zu verankern. Das Fundament muss prinzipiell bis zum gewachsenen Boden hinabreichen und unter die ortsübliche Frostgrenze gehen, das wäre im Alpenvorland ca. 70 bis 80 cm. Das Fundament muss gegen Feuchtigkeit mittels Bitumenanstrichs oder wasserdichten Beton geschützt sein. Es gibt verschiedene Typen von Fundamenten. Die wichtigsten sind das Einzelfundament, das Streifenfundament und das Plattenfundament. Wichtig ist, nicht auf den Fundamenterder, den Blitzschutz und den Potentialausgleichsanschluss zu vergessen.

Baubiologen behaupten, dass man beim Fundamentieren auf Wasseradern und Strahlungen Rücksicht nehmen sollte.



4. Verwendungszweck vom Keller


Überlegen Sie sich vor den Bauarbeiten, wie Sie den Keller später Nutzen wollen. Planen Sie Nassräume (Sauna, Waschküche) sind entsprechende Maßnahmen gegen Feuchtigkeit zu tätigen. Planen Sie einen Obst- oder Gemüsekeller, soll auf Feuchtigkeitsmaßnahmen verzichtet werden.



5. Kellerwände und -decken


Die Kellerwände können aus Schalsteinen oder Fertigbeton hergestellt werden. Bei Sand- und Schotterböden sowie bei hohem Grundwasserspiegel können Spundwände erforderlich sein. Eine andere Möglichkeit ist die Ausführung eines Dichtbetonkellers mittels Fertigbeton. Auch ein Fertigkeller könnte in Frage kommen. Dieser ist kostengünstig, kann schnell montiert werden und lässt sich in einem gewissen Rahmen auch individuell gestalten.

Für eine angenehme Behaglichkeit im Erdgeschoss sollte die Wärmedämmung an der Kellerdecke mindestens 8 cm betragen. Auch eine abgehängte Decke mit eingebrachtem Dämmmaterial ist möglich.

 


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