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Gebäudehülle - Wände (2/2)

Wände

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4. Bauphysikalische Eigenschaften


Schallschutz

Durch das im Vergleich zur Holzleichtbauweise hohe Gewicht der Wandelemente verbessert sich die Luftschalldämmung deutlich. Zusätzlich kann sie durch Vorsatzschalung aus Werkstoffplatten verbessert werden. Durch die in die Zwischenräume der Zwischenlagen eingelegte Holzweichfaserplatte erreicht die Wand sehr gute Schalldämmeigenschaften. Diese können durch bereits werkseitig aufgebrachte spachtelfertige Gipsfaserplatten zusätzlich verbessert werden.

Wärmeschutz

Die Wärmeleitzahl der rohen Wand beträgt lamda = 0,14 W/mK. Bezogen auf die Dicke der Wand wird deutlich, dass zur Erfüllung der Wärmeschutzverordnung die Wandaußen- oder -innenseite mit einer zusätzlichen Wärmeschutzschicht zu versehen ist. Wegen der annähernd gleichen Wärmedehnung und somit Vermeidung von Oberflächenspannung in der Schichtgrenze und dem relativ hohen Gewicht (sommerlicher Wärmeschutz) ist die Kombination mit Weichfaserplatten empfehlenswert. Darüber hinaus sind aber auch alle mineralischen Dämmstoffe einsetzbar. Die innenseitige, massive Konstruktion gewährleistet, im Gegensatz zur Leichtbauweise, eine ausreichende Wärmespeicherung.
Bei unserer Bauweise wird jedoch bewusst mehr Holz verbaut, als statisch unbedingt erforderlich wäre. Wir setzen auf Speichermasse zur Verbesserung des Wohnklimas.

Diffusion

Auf eine raumseitig angeordnete Dampfsperre kann verzichtet werden, sofern für die luftdichte Schicht eine diffusionsoffene Folie (sd < 0,1m) verwendet wird und der Diffusionssperrwert der Dämmschicht unter dem der konstruktiven Holzwand liegt (sdi < sda = 7 - 14m). Die Wand selbst ist wegen der nicht durchgängigen Leimfugen diffusionsoffen. Wegen der fehlenden Dampfbremse kann die Tragkonstruktion bei entsprechend hochwertiger Oberfläche innen sichtbar bleiben. Außerdem ist die Holzwand in Lage, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und in der Heizperiode raumseitig wieder abzugeben (Behaglichkeit, niedrigere Infektionsgefahr durch Staubaufwirbelung).

Konvektion-Luftdichte

Durch die versetzten Leimfugen und Hohlräume ergibt sich eine nicht ausreichende Luftdichtigkeit, die durch eine diffusionsoffene Folienbekleidung außenseitig erreicht wird. Sie übernimmt gleichzeitig auch die Winddichtung. Allerdings kann diese auch durch eine bituminierte Weichfaserplatte als letzte Schicht vor der Hinterlüftungsebene erreicht werden, die als Feuchteschutz für die Wärmedämmung ohnehin notwendig ist.

Brandschutz

Die unbeplankte fünflagige Holztafel besitzt bereits Brandwiderstandsklasse F30. Beplankung mit Gipsfaserplatten sind Brandwiderstandsklassen bis F90B erreichbar.



5. Berechnungsbeispiel


Wandaufbau

1,25 cm Fermacell
    13,00 cm   As-Holzblocktafel
    6,00 cm   Holzweichfaser, Pavatherm
    6,00 cm   Holzweichfaser, Unger-Diffutherm
    1,00 cm   Unger-Diffutherm Putz

Ergebnis

U-Wert 0,20 W/m²K
    Phasenverschiebung   19 h
    Schallschutz Rw,P   52 dB

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