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Schallschutz
Durch das im Vergleich zur Holzleichtbauweise hohe Gewicht der
Wandelemente verbessert sich die Luftschalldämmung deutlich. Zusätzlich
kann sie durch Vorsatzschalung aus Werkstoffplatten verbessert werden.
Durch die in die Zwischenräume der Zwischenlagen eingelegte Holzweichfaserplatte
erreicht die Wand sehr gute Schalldämmeigenschaften. Diese können
durch bereits werkseitig aufgebrachte spachtelfertige Gipsfaserplatten
zusätzlich verbessert werden.
Wärmeschutz
Die Wärmeleitzahl der rohen Wand beträgt lamda = 0,14 W/mK. Bezogen
auf die Dicke der Wand wird deutlich, dass zur Erfüllung der Wärmeschutzverordnung
die Wandaußen- oder -innenseite mit einer zusätzlichen Wärmeschutzschicht
zu versehen ist. Wegen der annähernd gleichen Wärmedehnung und somit
Vermeidung von Oberflächenspannung in der Schichtgrenze und dem
relativ hohen Gewicht (sommerlicher Wärmeschutz) ist die Kombination
mit Weichfaserplatten empfehlenswert. Darüber hinaus sind aber auch
alle mineralischen Dämmstoffe einsetzbar. Die innenseitige, massive
Konstruktion gewährleistet, im Gegensatz zur Leichtbauweise, eine
ausreichende Wärmespeicherung.
Bei unserer Bauweise wird jedoch bewusst mehr Holz verbaut, als
statisch unbedingt erforderlich wäre. Wir setzen auf Speichermasse
zur Verbesserung des Wohnklimas.
Diffusion
Auf eine raumseitig angeordnete Dampfsperre kann verzichtet werden,
sofern für die luftdichte Schicht eine diffusionsoffene Folie (sd
< 0,1m) verwendet wird und der Diffusionssperrwert der Dämmschicht
unter dem der konstruktiven Holzwand liegt (sdi < sda = 7 - 14m).
Die Wand selbst ist wegen der nicht durchgängigen Leimfugen diffusionsoffen.
Wegen der fehlenden Dampfbremse kann die Tragkonstruktion bei entsprechend
hochwertiger Oberfläche innen sichtbar bleiben. Außerdem ist die
Holzwand in Lage, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und in der
Heizperiode raumseitig wieder abzugeben (Behaglichkeit, niedrigere
Infektionsgefahr durch Staubaufwirbelung).
Konvektion-Luftdichte
Durch die versetzten Leimfugen und Hohlräume ergibt sich eine nicht
ausreichende Luftdichtigkeit, die durch eine diffusionsoffene Folienbekleidung
außenseitig erreicht wird. Sie übernimmt gleichzeitig auch die Winddichtung.
Allerdings kann diese auch durch eine bituminierte Weichfaserplatte
als letzte Schicht vor der Hinterlüftungsebene erreicht werden,
die als Feuchteschutz für die Wärmedämmung ohnehin notwendig ist.
Brandschutz
Die unbeplankte fünflagige Holztafel besitzt bereits Brandwiderstandsklasse
F30. Beplankung mit Gipsfaserplatten sind Brandwiderstandsklassen
bis F90B erreichbar.
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